Luzifer oder Gereinigte Beiträge zur Geschichte der Französischen Revolution. Auswahl. Hrsg.v.Werner Greiling. M.e.Essay v. Werner Greiling:"Oelsner in Paris oder Zeugnisse eines Fremden über wichtige Revolutionsbegebenheiten".

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Buchbeschreibung
Leipzig, Reclam 1987. 1.Aufl.
Paperback, 330 S.
RUB 1183.; Erste Ausgabe seit den 1797 und 1799 anonym erschienenen beiden Teilen des "Luzifer"!; Konrad Engelbert Oelsner (*1764 in Goldberg in Schlesien; † 1828 in Paris), deutscher politischer Publizist zur Zeit der Französischen Revolution. Die aufgeklärte und politisch interessierte Öffentlichkeit in Deutschland verdankte damals seiner kritischen Chronistentätigkeit vor Ort einen Großteil ihrer Kenntnis von den revolutionären Ereignissen im Nachbarland. Oelsner hatte, zum Teil freundschaftlichen, Kontakt zu vielen Intellektuellen und politisch handelnden Zeitgenossen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Im Juli 1790 traf er in Paris ein und schon bald verkehrte er in den Kreisen der dort weilenden deutschen Revolutionsanhänger und pflegte ebenso Kontakte mit den französischen Revolutionären. Die Ereignisse brachten es mit sich, dass er sich von nun an intensiv als politischer Schriftsteller betätigte und seine Hauptaufgabe darin sah, seinen deutschsprachigen Landsleuten ein möglichst authentisches Bild der Ereignisse als Augenzeuge zu vermitteln.Oelsner besuchte politische Versammlungen und wurde sogar als „étranger“ (Ausländer) Mitglied des Jakobinerklubs, an dessen Sitzungen er bis 1792 regelmäßig teilnahm. Dabei versuchte er, sich mit Hilfe der Bekanntschaften, die er mit den Aktivisten der Revolution geschlossen hatte, aus eigener Anschauung seine Meinung über die politische Lage zu bilden, die er in seinen Berichten und Aufzeichnungen aus der Perspektive des kritischen Sympathisanten beurteilte und kommentierte. Dabei hielt er stets an den Ideen der Aufklärung fest, nahm aber in den meisten Fragen eine eher liberale als radikale Haltung ein. Dadurch rückte er politisch in die Nähe der Girondisten. Die Folgen seiner kritischen Distanz gegenüber der jakobinischen Diktatur und Terrorherrschaft bekam er bald am eigenen Leib zu spüren, als er 1793 mehrmals kurzfristig verhaftet wurde. Es gelang ihm jedoch zunächst, sich gemeinsam mit Freunden in der Schweiz in Sicherheit zu bringen. Während seines Aufenthalts in der Schweiz hielt Oelsner engen Kontakt mit Kreisen liberal Gesinnter. Er begegnete dort auch dem jungen Philosophen Hegel, der seine Kenntnisse über die Revolution in Frankreich im Wesentlichen Oelsners Beiträgen in der Zeitschrift "Minerva. Ein Journal für Geschichte, Politik und Literatur" verdankte. Wegen seiner bei aller kritischen Distanz doch eindeutigen Parteinahme für die politischen Zielsetzungen der Französischen Revolution und wegen seiner "jakobinischen Philosophie" war Oelsner der Geheimpolizei in Preußen ein Dorn im Auge und er kam in Haft. Ende 1798 kam er wieder unter der Bedingung frei, nie wieder preußischen Boden zu betreten. 1799 beantragte er daraufhin die französische Staatsbürgerschaft und ging nach Paris ins Exil. Für Oelsner war eine paradoxe Situation entstanden. Der Wunsch, Bürger eines Landes zu werden, in dem die Ideen der Aufklärung verwirklicht werden sollten, erfüllte sich in einem Augenblick, als er bereits völlig illusionslos erkannt hatte, dass diese Bestrebungen in seinem Sinne gescheitert waren. Unter der Herrschaft Napoleons zog er sich aus der Politik zurück und schrieb preisgekrönte historische Abhandlungen über die Kreuzzüge und die Entstehung des Islam (Mahomed).; Durch Register erschlossen.; Einbd.m.kl.Fleck, GUTER ZUSTAND
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