MEIN FREUND, DER FEIND. Dt.v. Barbara Bortfeld. M.e.Vorw.v. Bruno Kreisky. MPT EINBER HS.WIDMUNG FÜR CHRISTEL UND MANFRED LAMMEL "Schalom. Uri Avnery. 21.10.95" AUF DEM VORSATZ.!

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Buchbeschreibung
Berlin/Bonn, J.H.W.Dietz Nachf.1988. DT.ERSTAUSGABE
Pappbd.m.OSU., 8°, Lesebändchen, 416 S.
SIGNIERT.; Uri Avnery * 1923 in Beckum als Helmut Ostermann), israelischer Journalist, Schriftsteller, Politiker und Friedensaktivist. Er war in drei Legislaturperioden Parlamentsabgeordneter in der Knesset (1965–1969, 1969–1973 und 1977–1981). Kurz nach dem Übertritt Avnerys ans Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium in Hannover floh seine Familie 1933 mit ihm vor der NS-Diktatur nach Palästina. Von 1938 bis 1942 war er dort Mitglied der Irgun. Avnery trat nach eigenen Angaben der Untergrundorganisation bei, um für die Freiheit gegen die britische Mandatsmacht zu kämpfen, er verließ jedoch die Organisation aus Protest gegen ihre „anti-arabischen und reaktionären Ansichten und Terrormethoden“. Im Palästinakrieg 1948 war er Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Avnery diente in der Einheit „Schu’alei Schimschon“ der Giv’ati-Brigade und wurde schwer verwundet. 1949 veröffentlichte er sein Kriegstagebuch In den Feldern der Philister über die Geschehnisse während des Krieges.Von 1950 bis 1990 war er Herausgeber und Chefredakteur des Nachrichtenmagazins haOlam haZeh. 1965 und 1969 wurde Avnery auf der Liste der gleichnamigen Partei haOlam haZeh in die Knesset gewählt. 1973 konnte die neue Kleinpartei Meri, auf dessen Liste auch Avnery antrat, nicht genügend Stimmen für die Knesset gewinnen. 1975 wurde er durch ein Attentat mit einem Messer schwer verletzt.1977 wurde Avnery für die Liste der Mehaney Smol LeYisrael (Linkes Lager Israels bzw. kurz Scheli als Akronym von Shalom LeYisrael – Frieden für Israel) wieder zum Knessetmitglied gewählt. 1981 trat Avnery nicht mehr zur Parlamentswahl an.1993 begründete Avnery mit Freunden die israelische Friedensinitiative Gusch Schalom.Avnery setzt sich für die Trennung von Staat und Religion und gegen den orthodoxen Einfluss auf das religiöse und politische Leben in Israel ein. Er propagiert ein „Israel ohne Zionismus“, um den Staat von den seiner Meinung nach falschen Voraussetzungen der Vergangenheit zu befreien, die sich aus seiner Sicht erschwerend auf den Friedensprozess auswirken.Am 13. September 2003 begab er sich als „Menschlicher Schutzschild“ zum belagerten palästinensischen Präsidentensitz in Ramallah. Mit ihm wollten 30 Friedensaktivisten, zu denen auch die Knesset-Mitglieder Issam Makhoul und Ahamad Tibi sowie der Meretz-Aktivist Latif Dori und der Historiker Teddy Katz gehörten, nach eigener Aussage die „Absichten von Premierminister Scharon durchkreuzen“. Sie schlossen nicht aus, dass die israelische Regierung Arafat töten wolle, und wollten dies verhindern.Im März 2006 verglich Avnery in einem Radiointerview mit Kol Israel den PFLP-Anschlag auf den rechtsextremen israelischen Politiker Rechaw’am Ze’ewi mit gezielten Tötungen militanter Palästinenser durch die IDF, missbilligte im nächsten Satz aber zugleich alle derartigen Aktionen, egal ob von israelischer oder palästinensischer Seite.Gesendet wurde nur der Vergleich, nicht die Missbilligung. Am 20. März 2006 darauf schlug Baruch Marzel, Vorsitzender der rechtsextremen Splitterpartei Jüdische Nationale Front und deren Spitzenkandidat für die wenige Tage später stattfindende Knessetwahl, im israelischen Fernsehsender Kanal 10 die „gezielte Tötung“ Avnerys durch die IDF vor, da die israelischen Linksaktivisten manchmal Israels Interessen nicht weniger schädigen würden als „auswärtige Feinde des Landes“. Die Bundesregierung verurteilte den Aufruf „auf das Schärfste“. Rupert Neudeck und zahlreiche andere riefen zur Solidarität mit Avnery auf. Marzel nutzte die Agitation wenig, seine Partei scheiterte zu Avnerys Genugtuung bei der Knessetwahl mit 0,79 % klar an der 2 %-Hürde.2010 wurde Avnery nach einer Friedenskundgebung in Tel Aviv angegriffen, wo er sich gegen den Angriff auf den Free-Gaza-Konvoi aussprach.In der Kontroverse um das Gedicht "Was gesagt werden muss" von Günter Grass vertrat Avnery die Auffassung, dass es antisemitisch sei, darauf zu bestehen, dass Israel in Deutschland nicht kritisiert werden dürfe.Kritiker warfen Avnery vor, mit der Aktion am 13. September 2003 und mit vielen Äußerungen in Interviews und Presseerklärungen die Politik Arafats zu rechtfertigen.Auf eine Frage zur Ermordung so genannter Kollaborateure in den Palästinensergebieten antwortete Avnery: „Natürlich gab es Morde an Kollaborateuren. Kollaborateure sind Verräter. […] Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert, ist nach den Spielregeln militärischer Verbände, zumal im Untergrund, ein Verräter und wird umgebracht. […] Ich war ein Terrorist, als ich ein junger Mann war. […] Auch wir haben unsere Kollaborateure umgebracht, die unsere Kameraden an die englische Kolonialregierung ausgeliefert haben.“; Das Ehepaar Christel und Manfred Lammel, (beide 1943aus deren Bibliothek der Band ist, hat in Bad Münstereifel Deutschlands erste und lange Zeit einzige Galerie für jüdische Kunst und Literatur eröffnet. Die Initialzündung für ihre jahrzehntelange Sammlertätigkeit war eine Reise nach Israel Anfang der 1970er-Jahre. Das Verdienst des jungen nichtjüdischen Ehepaar, beide Jahrgang 1943, beide in kurzem Abstand 2015 verstorben, war es zahlreiche Holocaust-Künstler aus Israel in Europa bekannt gemacht zu haben. Viele von ihnen kamen auf Einladung der Lammels zum ersten Mal nach der Schoah wieder nach Deutschland. Sie wohnten bei den Lammels. Eine große Genugtuung erfuhr das Galeristenpaar noch im November 2013. Da eröffnete das jüdische Museum in Brüssel unter dem Titel „Une passion allemande pour l’art juif – La collection Lammel“ („Eine deutsche Leidenschaft für jüdische Kunst – Die Sammlung Lammel“) eine große Ausstellung mit mehr als 650 Werken, die die Lammels in 40 Jahren zusammengetragen und dem Museum überlassen hatten. In der Schau waren so international renommierte Künstler wie Naftali Bezem, Jakob Pins, Jakob Steinhardt, Elie Abrahami, Max Liebermann, Friedel Stern und viele andere vertreten. Ein weiterer Teil der einzigartigen Sammlung ging an das Jüdische Deportations- und Widerstandsmuseum im belgischen Mechelen.; TADELLOSER ZUSTAND
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